Aktuelles aus dem Bezirk

Bundespräsident im Gedankenaustausch mit Wismut-Betriebsrätin

Bundespräsident, Dr. Frank-Walter Steinmeier, lud den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, gemeinsam mit 20 Betriebsratsmitglieder aus allen Einzelgewerkschaften zu einem Gespräch nach Berlin ins Schloss Bellevue ein. Der Termin fand am 24. Januar 2018 von 16 bis 17:30 Uhr statt.

 

Dr. Katrin Altmann

Trefffen K. Altmann BP Wismut-Betriebsrätin Dr. Katrin Altmann nach dem Gespräch mit Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier in Berlin

Wismut-Betriebsrätin

Dr. Katrin

Altmann nach

dem Gespräch mit

Bundespräsident Dr.

Frank-Walter Steinmeier

in Berlin

Steinmeier wollte sich insbesondere über die Arbeit der Betriebsräte und die Stimmungslage in den Betrieben informieren. Er erwähnte in seinem Eingangsstatement die positiven Beispiele, die Betriebsräte durch ihr Mitwirken z. B. bei der Bewältigung der Finanzkrise erreicht hätten.

 

Die Betriebsratsmitglieder stellten dem Bundespräsidenten die Themen vor, die Ihnen auf den Nägeln brennen. Die Bandbreite reichte dabei von der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes hinsichtlich Datenschutz und Digitalisierung über einer besseren Ausgestaltung der Ressourcen für Betriebsräte wie Freistellung, Qualifizierung, Anspruch auf moderne technische Ausstattung bis zu einem besseren Schutz

von Kandidaten für den Betriebsrat und Betriebsräten selbst. Die Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter berichteten von Behinderungspraktiken bei anstehenden Betriebsratswahlen. Kolleginnen und Kollegen wurden bei dem Wunsch, einen Betriebsrat zu gründen, mit Unterstützung von Anwaltskanzleien von Unternehmen gemobbt, gekündigt und somit ihrer Existenzgrundlage beraubt – nur, weil sie sich für die betriebliche Gerechtigkeit einsetzen wollen.

 

Auch sind der Trend von Einstellungen mit sachgrundloser Befristung als Norm in Unternehmen sowie die erschwerte Rückkehr von Teil- in Vollzeitbeschäftigung Themen, mit denen Betriebsräte verstärkt zu tun haben.

 

Für mich als Betriebsrätin der Wismut GmbH war interessant zu hören, wie einerseits z. B. im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes versucht wird, trotz geltendem Arbeitszeitgesetz, unzulässige Arbeitszeitausweitungen den Beschäftigten schmackhaft zu machen. Andererseits stellten die Betriebsräte der metallverarbeitenden Industrie das Konzept zur Herabsetzung der Wochenarbeitszeit in bestimmten Lebenslagen vor. Sie sehen es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dass in Zeiten der Pflege/Betreuung von Angehörigen/von Kindern, die Balance zwischen Leben und Arbeit sicher gestellt werden muss.

 

Dieser Gedankenaustausch hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Dr. Katrin Altmann

 

Nach oben