Warnstreik vor Globalfoundries

STURHEIT SCHLIMMER ALS CORONA-VIRUS?

Warum nimmt das Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe in Kauf? Genug ist genug! Nun reißt auch der eher sonst friedfertigen IGBCE Nordost der Geduldsfaden und sagt Globalfoundries (GF) in Dresden den Kampf an.
Am Mittwoch, 11. März 2020 wird es cirka ab 15 Uhr vor den Toren von Globalfoundries einen Warnstreik geben.

Damit wird die Produktion des US-amerikanischen Halbleiterherstellers über mehrere Stunden lahm gelegt. „Es ist mir unverständlich, dass die Geschäftsleitung von Globalfoundries durch einen Streik wissentlich einen wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe in Kauf nimmt“, so Oliver Heinrich, Verhandlungsführer und Landesbezirksleiter Nordost. „In der heutigen Zeit kann sich das doch eigentlich niemand leisten. Denn auch Sachsens Wirtschaft bangt vor dem Corona-Virus. Jeder weiß, dass seine weltweite Verbreitung derzeit die Wirtschaft zum Handeln zwingt und einen großen negativen Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschland hat. Und Globaldfoundries? Das Unternehmen bleibt stur und will sich mit uns weiterhin nicht mal an einen Tisch setzen und sich auf sozialpartnerschaftlichem Weg von Vorteil und Sinnhaftigkeit eines Tarifvertrages überzeugen zu lassen. Im Sinne ALLER Beschäftigten!“
Hintergrund: Die IG BCE bemühte sich monatelang vergebens um eine konkrete Tarifverhandlung mit der Globalfoundries. Die Gewerkschaft. strebt die von allen begrüßte Tarifbindung erstmal über den Weg eines Haustarifvertrages an. Mit diesem Haustarifvertrag soll eine gewisse und seriöse Grundlage für einen Flächentarifvertrag geschaffen werden.

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