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Über 100 Beschäftigte von Litronik Pirna fordern Verbesserung des Haustarifvertrages

Nachdem die zweite Verhandlungsrunde der diesjährigen Tarifrunde bei LITRONIK Batterietechnologie GmbH Pirna ohne Ergebnis endete, müssen nun Taten folgen. Die Beschäftigten zogen am Montag, 06. Mai 2019 von 14:00 bis 15:00 Uhr vor das Tor der Firma und setzen ein deutliches Zeichen.

Marko Förster

Tarifaktion Litronik Pirna 2019

LITRONIK ist Teil von und produziert überwiegend für den Technologiekonzern BIOTRONIK in Berlin. Dieser ist tarifgebunden und wendet den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie der IG Metall an. Der Lohnabstand hat sich zuletzt auf 30 % erhöht, bei gleichzeitig längerer Arbeitszeit in Pirna. Die Belegschaft möchte in dieser Tarifrunde eine deutliche Verbesserung des Haustarifvertrages erreichen (6,9 Prozent mehr Lohn gefordert) , um wenigsten in kleinen Schritten sich den Arbeitsbedingungen in Berlin anzunähern.
Das letzte Angebot des Arbeitgebers war hierfür nicht ausreichend. Die Verhandlungen sind vor allem deswegen festgefahren, weil ein Fortsetzungstermin arbeitgeberseitig zunächst abgelehnt wurde. „Die IG BCE ist für ihren sozialpartnerschaftlichen Umgang bekannt. Aber wenn man nicht mit uns verhandeln will, dann können wir auch anders!“, so Norbert Winter, Verhandlungsführer von der IG BCE. „Wie wir inzwischen erfahren haben, ist die Geschäftsführung nun doch zu weiteren Verhandlungen bereit. Unsere Aktion wird darum heute mehr Spaß- als Kampfcharakter haben“.

Litronik in Pirna hat zirka 300 Mitarbeiter, wovon rund die Hälfte in der IG BCE sind.
Die Firma stellt Batterien zum Beispiel für Herzschrittmacher her.

Norbert Winter

Gewerkschaftssekretär

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